Man fährt meistens zügig dran vorbei: am Spycher in der Käsereistrasse. Im 1946 fuhr jemand langsam dran vorbei und winkte den Belpern zu: Winston L. Churchill. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte der Britische Kriegs-Premier mehr Zeit, um ohne allzu konkrete Pflichten zu reisen. Er wollte auf dieser dreiwöchigen Reise an seinen Memoiren weiterschreiben, machte die Reise aber gerne zu einer «offiziellen», mit Behördenempfängen und Reden.






Die Schweiz lag ihm zu Füssen. Seine «Tour de Suisse» sah ähnlich aus wie die Tour der Radprofis. Strassen abgesperrt, die Leute standen zu Tausenden am Strassenrand und winkten ihm zu. Auch in Belp, wo Churchill nicht etwa wegen des Flughafens durchfuhr, sondern weil Belp zwischen einem adhoc-Bahnhof in Wabern (extra für ihn) und dem Schloss Allmendingen (bei Muri) lag.
Im SRF-Archiv gibt es Reportagefilme, u.a. wie Churchill im Garten des Schlosses Allmendingen Tee geniesst (Film «Vive la Suisse»).
Mehr Bilder und Tondukumente auch bei der Gemeinde Allmendingen.
In Zürich hielt Churchill nach dem Berner Zwischenhalt seine berühmte Rede über ein freiheitliches Europa.
Das «fotografische Gedächtnis» in Belp ist das Ortsmuseum, dort ist es inbesondere Peter Beutler, unermüdlicher «Digitalisierer» von alten Fotos aus dem Archiv. Aus diesem Archiv stammen die Churchill-Bilder.
Wenn man bei Swisstopo zurückspult, findet man das Belp von 1946 (Ähnliche Themen:
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